Elektrofahrräder
Elektrofahrräder
Elektrofahrrad ist der Überbegriff für mehrere Arten von Fahrrädern mit Elektromotor
Viele Menschen benutzen den Begriff E-Bike synonym für alle Elektrofahrräder, was nicht korrekt ist. Der Grund ist, der Handel bietet zwei unterschiedliche Arten von Elektrofahrrädern: Pedelecs und E-Bikes.
Pedelecs
Die in Deutschland beliebteste Art von Elektrofahrrädern ist das Pedelec, bei dem der Elektromotor den Fahrer ausschließlich beim Treten in die Pedale unterstützt. Das bedeutet, der Motor schaltet sich ein, wenn Du in die Pedale trittst. Ab einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde schaltet sich der Motor ab. Wenn Du vorhast, schneller zu fahren, musst du stärker in die Pedale treten, was mühselig ist.
Verkehrsrechtlich handelt es sich bei einem Pedelec um ein Fahrrad. Aus diesem Grund schreibt das Gesetz kein Mindestalter für die Nutzung vor. Weiterhin benötigst Du keinen Führerschein und keinen Versicherungsschutz. Ein Pedelec bist Du in der Lage, auf dem Radweg zu fahren. Außerdem erlaubt es Dir den Transport von Kindern bis zu einem Alter von sieben Jahren. Trotz der nicht bestehenden Helmpflicht für dieses Elektrofahrrad ist es wegen der Unfallgefahr ratsam, beim Fahren einen Helm aufzuziehen.
Viele Pedelecs im Handel verfügen über eine Anfahr- und Schiebehilfe. Diese beschleunigt auf Knopfdruck bis zu sechs Kilometer in der Stunde, was vor allem das Anfahren am Berg erleichtert.
S-Pedelec
Daneben gibt es das sogenannte S-Pedelec, das auf dieselbe Weise funktioniert wie das Pedelec. Der Unterschied zum Pedelec besteht darin, dass das S-Pedelec Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern in der Stunde bietet. Aus diesem Grund stuft der Gesetzgeber diese Art Elektrofahrrad als Kleinkraftrad ein. Das Mindestalter für das Fahren beträgt fünfzehn Jahre. Fahrer, die vor dem ersten April 1965 auf die Welt kamen, benötigen zum Fahren keinen Führerschein. Alle anderen benötigen einen Mofaschein oder den Führerschein der Klasse AM.
Wenn Du vorhast, ein S-Pedelec zu kaufen und mit ihm im öffentlichen Straßenverkehr zu fahren, schreibt das Gesetz eine Haftpflichtversicherung sowie ein kleines Versicherungskennzeichen vor. Weiterhin eine Betriebszulassung. Zusätzlich ist das Anbringen eines Rückspiegels Pflicht. Beim S-Pedelec besteht Helmpflicht und das Fahren auf Radwegen ist weder innerhalb noch außerhalb einer Ortschaft erlaubt.
E-Bikes
Bei diesem Elektrorad schaltet sich der Elektromotor auf Knopfdruck ein, nicht beim Treten. Grundsätzlich ist dieses Gefährt mit Elektromotor kein Fahrrad, sondern gilt verkehrsrechtlich als Kraftrad oder Mofa abhängig von der Höchstgeschwindigkeit (25 oder 45 Kilometer in der Stunde). Das bedeutet, für das Fahren ist es wichtig, bestimmte Vorschriften zu beachten.
Für alle E-Räder dieser Art gilt: Du brauchst sowohl eine gültige Betriebserlaubnis als eine entsprechende Fahrerlaubnis. Weiterhin sind diese Elektroräder versicherungspflichtig und benötigen ein Nummernschild. Das Gesetz verbietet es, mit dieser Art Elektrofahrrad Kinder in einem Anhänger zu transportieren. Die vorgeschriebene Profiltiefe beträgt bei diesem Elektrofahrrad einen Millimeter oder mehr.
Elektrofahrräder sind ein fester Bestandteil des Straßenbildes
Elektrofahrräder sind im Trend. Die Gründe liegen auf der Hand. Die Fahrräder mit Elektromotor bieten Dir die Möglichkeit, kürzere längere Strecken ohne große Anstrengung zurückzulegen. Hierbei belasten sie nicht die Umwelt wie Autos. Weiterhin bieten E-Räder sowohl jüngeren als älteren und gebrechlichen Menschen Mobilität an der frischen Luft. Der Grund ist, dass sie einer geringeren Kraftanstrengung beim Fahren bedürfen als ein herkömmliches Fahrrad.
Nicht zu vergessen: Mit einem Elektrofahrrad benötigst Du keinen Parkplatz. Und Du bist in der Lage, ohne Wartezeit im Stau von A nach B zu gelangen. Egal, ob für den Arbeitsweg, den Einkauf im nächsten Supermarkt oder die gemeinsame Familientour, Elektroräder bietet der Handel in verschiedenen Versionen. Wie als Cityrad, Mountainbike, Rennrad oder Lastenrad.
Die Nutzungsmöglichkeiten von Elektrofahrrädern
Beim Kauf eines Elektrofahrrades, egal, ob Pedelec oder Elektrofahrrad mit einem Elektromotor, der sich auf Knopfdruck einschalten lässt, kommt es auf Dein Benutzerverhalten an. Daher ist es wichtig, zu bedenken, was Du mit dem Elektrofahrrad vorhast.
Willst Du an den Wochenenden überschaubare Touren mit Deinem Partner unternehmen. Oder das Elektrofahrrad für den Weg zur Arbeit und für Einkaufsfahrten nutzen. Oder gehörst Du zu den ambitionierten Fahrern, die sich nach längeren und anspruchsvollen Fahrten sehnen, für die sich ein sportliches Elektrofahrrad eignet.
Grundsätzlich eignet sich ein Sport e-bike, wenn Du gerne sportlich und schnell unterwegs bist. Der Grund ist, dieses Elektrofahrrad erreicht eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 45 Kilometer in der Stunde. Vergleichen lässt sich das sportliche Elektrofahrrad abhängig vom Radtyp mit einem Fitnessbike oder Crossrad.
Pedelec Trekking Fahrrad
Ein Pedelec Trekking Fahrrad mit Elektromotor eignet sich für Dich, wenn du bequeme Mobilität wünscht und regelmäßig kleinere Fahrten unternimmst. Diese Elektrofahrräder bieten Dir einen Kompromiss zwischen dem sportlichen Design eines sportlichen Elektrofahrrades und der Vollausstattung eines Cityfahrrades mit Elektromotor. Ein Pedelec mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde bietet ab dieser Geschwindigkeit keine Motorunterstützung mehr. Das bedeutet, das Treten in die Pedale bedarf viel Mühe und Anstrengung. Ein Grund, weswegen es sich weniger für Personen mit Bewegungseinschränkungen eignet.
Ein Lasten Elektrofahrrad eignet sich, wenn du vorhast, regelmäßig schwerere Lasten zu transportieren. Mit einem sportlichen Elektrofahrrad mit Elektromotor bist du in der Lage, bei längeren Fahrten die Natur zu erkunden. Das Touren-Pedelec lässt sich mit einem Trekkingrad mit Elektroantrieb vergleichen. Der Unterschied besteht darin, dass es eine Unterstützungskraft besitzt. Aus diesem Grund eignet es sich sowohl für längere Radtouren als für die Fahrt zur Arbeit.
Komfort-Pedelec
Das Komfort-Pedelec lässt sich mit einem Cityrad mit Elektromotor vergleichen. Der Unterschied besteht in der zusätzlichen Unterstützungskraft. Dieses Elektrofahrrad eignet sich für Radausflüge, Cityfahrten und für die Fahrt zur Arbeit.

